Konventionelles Eis im Restaurant mit Früchten: sieht gut aus, aber viel zu süß

Sandra experimentiert: 1 Monat Zuckerdröhnung nach Anthony William

(Werbung, da Nennung) Eigentlich wollte ich 1 Monat lang auf Zucker verzichten. Zum Glück kam Medical Medium Anthony William in mein Leben und animierte mich zum Gegenexperiment: 1 Monat lang ausschließlich Zucker und Wasser konsumieren. Ich habe diese Art Detox liebevoll meine ganze persönliche Zucker-Wasser-Diät getauft. 

Aber natürlich geht es hier nicht um Industriezucker, denn den hatte ich vorher schon aus meinem Leben verbannt. Nein, der Zucker, der während der 28-Tage-Detox erlaubt ist, kommt ausschließlich aus Obst.

28-Tage-Detox – Was darf man essen, was nicht?

Rohes Obst und Gemüse. That’s it. Ganz einfach. Mit Ausnahme von Kräutertee, ebenso – wer es will und nicht vegan lebt: rohem Honig.

Zucker darf sein, auch in Massen, solange er natürlich ist. Was vor allem vermieden werden soll, ist Fett. Also kein Chia oder andere Samen, keine Nüsse, Hülsenfrüchte, keine Oliven (erst recht kein -Öl, klar), keine Avocados. Und kein Salz … Also all das, wovon ich gesagt hätte: Mit dem wäre eine rohvegane Ernährung gar nicht so schlimm. Aber nein, es geht darum, dass die Leber bei den meisten Menschen durch falsche Ernährung (ja, das betrifft auch die Veganer) viel zu viel Fett aufnehmen muss und irgendwann einfach völlig überlastet ist (auch gesunde Fett sind irgendwann zu viel des Guten).

Durch die 28-Tage-Detox will man der Leber mal eine Pause gönnen, sodass sie nicht mehr nur all ihre Notfall-To-Dos abarbeiten muss, die wir ihr jeden Tag durch ständige fetthaltige Essenzufuhr aufdrängen, sondern sich mal mit längst überfälligen Aufräumarbeiten beschäftigen kann, nämlich dem Entgiften. Wenn die Leber diese verdiente Pause bekommt, kann auch der gesamte Körper aufatmen und sich mit anderen Dingen beschäftigen.

Ja, was kannst du denn da überhaupt noch essen?

Diese Frage habe ich als Veganerin immer wieder gestellt bekommen und musste innerlich drüber lachen, weil die vegane Ernährung so vielseitig ist. Aber nun stellte ich mir diese Frage selber. Ich muss zugeben, dass ich keine dieser Veganerinnen bin, die gerne freiwillig Möhrchen knabbert. Oh nein, rohes, ungewürztes Gemüse ist mein persönlicher Alptraum. Und Salate ohne Öl und ohne was schön Salzig-Fettiges wie z. B. Cashewfeta, Oliven oder gebratene Champignons, das ist auch nicht der Burner. 

Also habe ich mich überwiegend von Obst ernährt.

Ein typischer Detox-Tag

  • Ca. 4 Uhr (meine normale Aufstehzeit): Meist gab es zum Start in den Tag erst mal ganz viel Wasser, gerne mit Zitrone, denn das hilft dem Körper zusätzlich beim Entgiften.
  • Ca. 6 Uhr: Frisch gepresster Selleriesaft: Anthony Williams Heilmittel gegen so gut wie alles, weil darin ganz besondere Salze enthalten sind (die der Körper am besten zu sich nehmen kann, wenn die Selleriestangen in gepresster Form zugeführt werden). Zugegeben: Ich werde kein Freund davon, aber wenn man es als die tägliche nötige Medizin sieht, gehts schon … 
  • Ca. 8 Uhr: Frisch gepresster Saft: Das war dann schon mal ein Liter oder fast zwei – und ich hab mir die lustigsten Mischungen einverleibt. Die Kinder fanden es schön anzusehen (wurde schnell Regenbogensaft genannt), aber trinken wollte es außer mir keiner. Ein Beispiel: Äpfel mit Ingwer, roter Bete, Kurkuma, Sprossen, Salat, Blaukraut, Brokkoli, Birnen, Granatäpfeln und Möhren. Man kann aber auch weniger experimentelle Varianten wählen, also Äpfel plus Möhren plus Birnen, das ist richtig lecker und süß.
  • Ca. 10 Uhr: Eiszeit – meine liebste Zeit des Tages. Es gab meist Eis aus gefrorenen Erdbeeren, Himbeeren oder Tropenfrüchten mit Blutorangen, Gerstengras, Kurkuma, Vanille, Zimt, Guarana, wilden Blaubeeren und Datteln. Auch davon habe ich gerne Massen vertilgt. 

Den Rest des Tages habe ich mit „Grasen“ verbracht. Anthony sagt, es bringt nichts, den Körper hungern zu lassen – und wenn man wirklich nur Zucker und Wasser zu sich nimmt, dann hat man tatsächlich alle 1,5 bis 2 Stunden Hunger. Deshalb gab es immer mal wieder Obst zwischendurch, entweder getrocknetes oder frisches, zum Mittagessen das Gemüse, was roh für mich nicht ganz so grauslig war, also meist irgendwas mit Tomaten, Paprika und Gurke. Als Gewürz einfach getrocknete Kräuter drauf. 

Manchmal hab ich mich überwunden, abends einen grünen Smoothie zu machen – oder eine Salatsoße – oder mal nen Gemüsesaft. Die Gemüsesäfte (z. B. Gurke pur), das ging ganz gut, aber alle anderen Experimente fand ich kaum genießbar. Doch es wurde mit der Zeit besser. Inzwischen bekomme ich einen super Gazpacho hin, den auch geladene Gäste bereitwillig getrunken haben, und zwar ohne Essig und ohne zugesetztes Salz (in vielem Gemüse ist ja schon Salz drin – wenn man mal ne Weile auf „echtes“ Salz verzichtet, merkt man das auch). 

Rohveganer Detox-Gazpacho à la Sandra

  • 1/2 Gurke
  • 2 rote Paprika
  • 5 Tomaten
  • 2 große Stücke Aloe Vera (optional)
  • 1 Bund frischer Koriander
  • 1/2-1 Bund frische Petersilie
  • 1-3 EL italienische Kräuter
  • 3 Datteln
  • 4 Knoblauchzehen, geschält
  • 2 große Blätter Mangold
  • 1 Stange Sellerie
  • etwas Kurkuma, Pfeffer und Chili

Alle Zutaten im Mixer vermischen. Fertig. Der einzige Unterschied: Dieser essigfreie, salzfreie Gazpacho ist eher grün statt rot. Wenn du nicht gerade detoxt, kannst du natürlich auch nach Belieben nachsalzen.

Auch die Salatdressings wurden irgendwann nicht nur genießbar, sondern sogar richtig lecker. Hier verrate ich dir einen meiner Lieblinge:

Drachenfruchtdressing-Salat

Salat: 1 Schüssel voller

  • frischer junger Spinat oder anderer grüner Salat
  • Cocktailtomaten
  • grüne, kernlose Trauben
  • 1 Bund frischer Koriander

1-Minute-Drachenfrucht-Dressing

  • 2 (Blut-)Orangen, geschält
  • 2 EL Drachenfruchtpulver
  • 1 Knoblauchzehe, geschält
  • 2-3 Datteln, entkernt
  • etwas Chili

Alle Zutaten im Mixer zerkleinern und mit den Salatzutaten vermischen. Superschnell zusammengemixt, salzfrei, fettfrei – und trotzdem total lecker!

Wird man da überhaupt satt?

Oh ja. Gerade das Eis und die Smoothies stopfen ganz schön. Aber auch so ein frischgepresster Saft. Ebenso zu empfehlen: Datteln und Bananen. Und abends war es tatsächlich dann so, dass ich schon ab 19 Uhr gar keinen Hunger mehr hatte und mich völlig voll und zufrieden gefühlt habe.

Hat man da überhaupt genug Energie?

Wenn ich mal die anfänglichen Hardcore-Detox-Tage ausklammere: Ja. Ich hatte an den guten Tagen – und gegen Ende der Detox – viel mehr Energie als sonst. Was vor allem auch daran lag, dass ich mich in den letzten Jahren von der Fruit Fear (Obstpanik) der Experten habe anstecken lassen, die sagen: Ja, „echtes“, frisches Obst kann man immer essen, aber bloß keine Smoothies, keine Säfte oder Trockenfrüchte. Als ob sich das Obst in Gift verwandelt, wenn es flüssig oder getrocknet wird. Und das Argument, dass man ja von Smoothies viel mehr zu sich nimmt, ist auch Quatsch, denn so ein Smoothie stopft unendlich. Da geht gar nix mehr rein danach. 

Vor der Detox konnte man mit mir nach dem Aufstehen Partys feiern, aber am Nachmittag kam das Tief – und es verließ mich nicht mehr, bis ich mit den Kindern ins Bett fiel. Jetzt, da ich den ganzen Tag immer wieder Obst snacke, bleibe ich energiegeladen bis zur Bettzeit. 

Wenn die Restaurantküche nicht weiter weiß, gibt es für Veganer oft Reis mit gebratenem Gemüse mit sehr viel Fett aus der Kokossoße
Meine Henkersmahlzeit vor Beginn der 28-Tage-Detox: Reis mit gebratenem Gemüse

Zu viel Fruchtzucker macht doch dick!

Nope. Nicht, wenn es natürlicher Fruchtzucker ist. Ich habe in den 28 Tagen 4 Kilo abgenommen, obwohl ich wirklich ununterbrochen gefressen habe. Und bei der Gelegenheit fällt mir ein, dass z. B. Kartoffeln angeblich auch dick machen und deshalb in Verruf geraten sind. Anthony sagt aber, es sind nicht die Kartoffeln, die dick machen, sondern das ganze Fett, das mit ihnen zusammen serviert wird. 

Hattest du Nebenwirkungen von der Detox?

Oh ja. Die ersten ein, zwei Tage waren okay, aber dann ging es richtig rund: Kopfschmerzen, Schwindelgefühle, Konzentrationsschwächen (die teilweise so krass waren, dass ich das Gefühl hatte, keinen einzigen zusammenhängenden Satz mehr äußern zu können), Aggressionen (besonders dann, wenn andere vor meinen Augen respektlos mit Essen umgegangen sind – oder auch allein schon, wenn sie warmes Essen gegessen haben, was ich nicht durfte), bleierne Müdigkeit, und zwar gleich nach dem Aufstehen, die den ganzen Tag über anhielt, ein (mildes) Aufflammen alter Symptome (z. B. Ohrenschmerzen, die mich in der Kindheit verfolgt haben) und alle möglichen Gliederschmerzen, aber ebenfalls sehr mild.

Diese Symptome waren am schlimmsten in der zweiten Hälfte von Woche 1 und dann wieder in der Mitte von Woche 2. Danach haben sie mich zum Glück verlassen.

Konventionelles Eis im Restaurant mit Früchten: sieht gut aus, aber viel zu süß
Eis im Restaurant mit Industriezucker: Kann ich nicht mehr essen – viel zu süß

Welche Symptome haben sich verbessert?

Grundsätzlich hatte ich den Eindruck, fast schon die Dankbarkeit meines eigenen Körpers spüren zu können, ebenso konnte ich fast schon fühlen, wenn irgendwelche Gifte meinen Körper verließen. Ich fühlte mich so viel frischer, fast schon innerlich und äußerlich gereinigt, generalüberholt, neugeboren.

Gegen Ende der ersten Woche habe ich festgestellt, dass sich einige Falten, die mich jahrelang begleitet hatten, verschwunden sind. 

In der zweiten Woche hat sich meine Nachtblindheit verflüchtigt. Wieder so eine „Krankheit“, mit der ich dachte, für immer leben zu müssen (seit einer LASEK-OP vor vielen Jahren). Und plötzlich stellte ich fest, dass mein vampirisches Verhalten nachließ (was dem Vampir die Sonne war mir das Scheinwerferlicht entgegenkommender Autos). Plötzlich brauche ich nicht mehr panisch den eigenen Fahrbahnrand fokussieren, bis das andere Auto vorbeigefahren ist, sondern konnte sogar das Nummernschild lesen, ohne dass es blendete!

Ich weiß nicht, ob es nur mir auffällt, aber ich sehe in letzter Zeit verdammt viele Frauen mit Schweißflecken unter den Achseln. Damit hatte ich nie Probleme. Bis vor 2 Jahren. Es wurde besonders schlimm, wenn ich zu irgendwelchen Events musste, da war ständiges Klamottenwechseln angesagt. Ich hab die Schuld erst auf meine Deocremes geschoben, denn ich dachte, dass die am Anfang funktioniert hatten (und geruchstechnisch auch noch wunderbar funktionierten), aber dass sie irgendwann die Poren verstopften. Doch dann las ich bei Anthony, dass das auch ein Zeichen des Epstein-Barr-Virus sein kann (der bei so vielen von uns die unterschiedlichsten Probleme verursacht), denn in einem fortgeschrittenen Stadium greift er irgendwann das Nervensystem an und suggeriert dem Körper, Anzeichen für Aufregung zu zeigen, auch wenn der Mensch selbst nicht aufgeregt ist. That was me. Und siehe da: Auch dieses Problem verschwand, irgendwann zwischen Woche 2 und 3 – ich habe es bei einer Veranstaltung getestet. 😉

Was meine Gesichtsblindheit angeht, hatte ich auch so meinen Verdacht, denn ich wusste sowohl von verschiedenen Viren in meinem Körper, die außer Kontrolle geraten waren, was sich immer wieder an diversen Symptomen gezeigt hatte, als auch von Schwermetallbelastung im Körper (sowas überträgt sich übrigens von Generation zu Generation, also wenn z. B. der Uropa in einem Bergwerk gearbeitet hat und dort irgendwelchen fiesen Gesundheitsgefahren ausgesetzt war, dann kriegen das unsere Kinder auch ab, wenn wir nichts dagegen machen, egal, wie sanft die Geburt und wie gesund die Ernährung der Kinder ist). 

Ich dachte mir dann: Wenn da einiges weggeht, vielleicht werden dann auch wieder irgendwelche Nervenbahnen frei, die vorher blockiert waren und das Wiedererkennen von anderen Menschen erschweren. In Woche 2 eine typische Situation: Eine Frau, die mich mit diesem Ich-kenn-dich-warum-grüßt-du-mich-nicht-Blick ansah. Normalerweise sind die Menschen längst weg, wenn ich sie irgendwann zuordnen kann, sofern mir das überhaupt gelingt. In dem Fall hatte ich es nach wenigen Minuten raus, konnte auf die Frau zugehen und mich entschuldigen dafür, dass ich sie nicht gleich erkannt hatte.

Das Highlight war aber dann mein Supermarktbesuch gegen Ende von Woche 4. Gleich 3 Menschen in Folge konnte ich dort zuordnen, obwohl keiner davon in seinem gewohnten (und für mich gut einzuordnenden) Umfeld unterwegs war. Es ist noch etwas früh, definitive Aussagen zu machen, aber ich halte es durchaus für möglich, dass man mit der richtigen Ernährung bzw. der richtigen Detox etwas gegen die bisher als unheilbar eingestufte Gesichtsblindheit machen kann. Ich freue mich auf entsprechende Forschungen und Erfahrungsberichte anderer Betroffener!

Was hat sich für dich verändert?

Für mich war das Ganze lebensverändernd. Parallel zur Detox habe ich alle 4 Bücher von Anthony William gelesen (übers Essen generell, über die Leber, die Schilddrüse und das allgemeine über alle möglichen Krankheiten) und mich bzw. auch mein Umfeld in vielem wiedererkannt. Ich hatte ständig „medizinische Erleuchtungen“, wo mir klar wurde, was mir oder anderen fehlt. Zum Beispiel konnte ich gleich zu Anfang einen Zink-Jod-Mangel bei mir feststellen, der sich in Wochen andauernden Nagelbettentzündungen geäußert hat. Das ging dann ganz schnell weg, weil ich wusste, was ich dagegen tun musste. 

Ich habe angefangen, viel bewusster zu essen, also nicht einfach unbewusst die Reste der Kinder in mich reinzuschaufeln – oder während des Essens zu multitasken bis zum Umfallen, sondern ich habe mir Zeit genommen für das Essen, weil es für mich so ein wichtiger Vorgang wurde, dass ich nicht auch noch andere Sachen hätte parallel machen wollen. 

Gleichzeitig nahm die Wichtigkeit von Essen generell ab. Die ganzen Jahre vorher war ich regelrecht besessen gewesen vom Essen und vom Kochen (obwohl ich keinen Spaß daran hatte). Irgendwann während der 28-Tage-Detox war es für mich völlig okay und selbstverständlich, einfach nichts Spektakuläres zu essen, schließlich ist die Nahrungsaufnahme nicht das Wichtigste der Welt, zumindest dann nicht, wenn es eher um eine Art kulinarische Lustbefriedigung geht, die dann entsteht, wenn der Körper nicht das Richtige bekommt (so entstehen übrigens auch sämtliche Arten von Süchten, sagt Anthony – weil der Körper nach richtigem, echtem, natürlichen Fruchtzucker giert, der Mensch ihm den aber nicht gibt. Der Körper hört nicht auf, entsprechende Hilferufe zu senden – und der Mensch deutet sie falsch und ertränkt die Signale in Kaffee, Nikotin, Alkohol oder was auch immer). 

Irgendwann kam dann Dankbarkeit dazu. Dankbarkeit für das Privileg, jeden Tag die Chance zu haben, die tollsten Lebensmittel essen zu dürfen – und dann auch noch (bis auf 28 Tage des Lebens) warm und mit den feinsten Gewürzen. Dankbarkeit auch für die Menschen, die sich darum kümmern, dass diese wunderbaren Lebensmittel bei mir landen dürfen. Vom Bauern über die Arbeiter, die Logistikunternehmen bis hin zu den Bioladenmitarbeitern. Und natürlich Dankbarkeit für die Natur selbst, dass sie uns all ihre Wunder zur Verfügung stellt, damit wir sie nutzen und daran genesen dürfen. 

Gegen Ende wurde das Ganze dann zu einer regelrechten Faszination. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich einen Kohl aufgeschnitten (das musste früher immer mein Mann machen, warum auch immer – Neophobie?) und ich war so begeistert. Was für ein wundervolles Muster in diesem Stück Leben, das die Sonne und die Natur zu dem gemacht haben, was es letztendlich geworden ist. Das sind so die Momente, wo ich glatt von Wundern Gottes sprechen könnte, wenn ich das Wort Gott nicht generell meiden würde. 😉 

Aufgeschnittener Rotkohl, ein kleines Wunder der Natur
Rotkohl: Ist es nicht ein Wunder, dass die Natur ganz selbstverständlich solche Muster malt?

Wie sieht eine gesunde Ernährung nach Anthony William aus?

Die meisten Dinge, die verboten sind, gab es bei mir ohnehin schon lange nicht mehr: Nicht-Bio-Produkte, Fleisch (besonders schlimm: Schweinefleisch; inklusive Fisch und Geflügel), Milchprodukte, Eier, Industriezucker oder künstliche Süßstoffe.

Aber es gab auch noch genug, worauf ich plötzlich verzichten musste. Neben (für den einen Monat, aber glücklicherweise nicht dauerhaft verbotenem) warmem Essen generell fehlten mir die verarbeiteten Lebensmittel (einfach mal schnell ne Pizza in den Ofen oder paar Knödel in den Topf). Und erst jetzt wurde mir bewusst, wie viele ungünstige Stoffe (neben dem allgegenwärtigen Zucker)  auch in Bioprodukten stecken können. Das harmlos klingende Kunstprodukt Zitronensäure zum Beispiel – oder Geschmacksverstärker wie Glutamat / Hefeextrakt. Und sowas wie natürliches Aroma hab ich auch schon noch in manchen Produkten gefunden, die es bei uns zu Hause gibt (zum Beispiel im Lieblingskäse, der leider nicht bio verfügbar ist).

Grundsätzlich vermeiden sollte man auch Rapsöl, Essig sowie Gluten (zumindest Weizen), Mais und Soja.

Endlich wieder warm essen - mein erstes reguläres Essen nach Ende der 28-Tage-Detox: gedünsteter Pak Choi und Kartoffeln mit rohen Tomaten, gewürzt mit Curry, Salz und Kräutern
Endlich wieder warm essen – mein erstes reguläres Essen (Frühstück) nach Ende der 28-Tage-Detox: gedünsteter Pak Choi und Kartoffeln mit rohen Tomaten, gewürzt mit Curry, Salz und Kräutern. Aus Gewohnheit ohne Fett

Nach den 28 Tagen: Wie geht es mit deiner Ernährung nun weiter?

Wie oben erwähnt, habe ich nun ein ganz anderes Bedürfnis nach Frische. Ich brauche zu jeder Mahlzeit etwas Frisches – und wenn es nur ein paar Kräuter sind, sonst erfüllt es mich nicht. 

Außerdem habe ich eine ganz andere Wahrnehmung, was Frische angeht. Die ganze Zeit konnte ich z. B. gut Zitronensaft aus der Flasche nutzen. Jetzt schmeckt „Flaschensaft“ für mich völlig abgestanden. Ich brauche die frische Zitrone, die ich auspressen kann, alles andere fühlt sich an wie eine schlechte Kopie des Originals. 

Mir wurde zudem bewusst, dass ich viel zu fettig gekocht habe. Zwar habe ich nichts gegen die ein oder anderen gebratenen Pilze, aber vieles von dem Gemüse, das ich vorher halb tot gebraten habe, lässt sich viel besser dampfgaren oder backen, um die Vitamine zu erhalten. 

28-Tage-Detox nach Medical Medium Anthony William: 1 Monat zuckerfrei, rohvegan, glutenfrei, fettfrei - Detox zum Entfetten der Leber und Entgiften aller Organe. Ein Erfahrungsbericht inklusive Rezepten und Tipps. #gesichtsblindheit #nachtblindheit #gesundeernährung #detoxing #schwermetalle #epsteinbarr #nervenentzündung

Da ich mehr oder weniger Anthonys Protokoll befolgen möchte, fliegen so gut wie alle gekauften Produkte raus aus meinen heimischen Regalen. Fast überall befindet sich etwas drin, das nicht förderlich ist für die Gesundheit. Meine Lieblingsmajo ist aus Rapsöl, viele Aufstriche oder auch Süßes ohne Industriezucker enthält den laut Anthony ebenfalls nicht gesundheitsförderlichen Agavendicksaft (Ahornsirup, Süße aus Datteln, Kokos und Bananen ist das, womit der Körper gut klarkommt) und von den ganzen gängigen Fertigprodukten brauchen wir gar nicht zu reden. Wenn sie nicht bedenkliche Stoffe enthalten, dann zumindest entweder ungesundes Fett – oder zu viel davon (gilt auch für meine Lieblings-Dattel-Kugeln, aber zum Glück gibts die auch in der puren Variante ohne Fett. Stichwort Fett: Wer braten will, sollte das mit Kokosöl tun, empfiehlt Anthony, und ansonsten verweist er überwiegend auf Olivenöl). 

Das alles heißt für mich also, dass ich wesentlich mehr selbst machen – und natürlich nach alternativen Newcomern Ausschau halten muss (z. B. das glutenfreie Zeugs, was es zu kaufen gibt, ist auch voll mit Zutaten, die ich meiden würde, ob es nun Mais ist, Industriezucker oder gängige Zusatzstoffe). Zum Glück gibt es immer mehr, die den Trend erkennen und in die richtige Richtung gehen. 

Aber das Selbermachen ist für mich auch nicht mehr so das Problem wie vorher. Ich glaube, ich werde mir da künftig viel lieber gern die Zeit für die Zubereitung von ordentlichem Essen nehmen, weil es mir so wichtig ist – und weil es so viel mit einem macht, wenn man die Verbindung erkennen kann, die zwischen dem Essen und einem selbst entstehen kann.

Und wieso erzählst du uns jetzt all das auf deinem Kinderbuchblog? Was hat das mit Kindern zu tun?

Weil ich mich als Mutter verantwortlich fühle für meine Kinder und für sie gesundheitlich nur das Beste möchte. Das war natürlich auch schon vorher so, aber durch Anthony ist mir aufgefallen, wie viel Luft nach oben ich noch habe. Bei meiner Familie merke ich bereits jetzt, wie sich das Essverhalten ändert – und wie es allen dadurch so viel besser geht als vorher. 

Entscheidend finde ich – wie bei der Umstellung auf vegan – zwei Dinge: 

  • Kein Zwang. Klar kann ich verstehen, wenn man all das erfährt und demzufolge nicht nur selbst detoxen, sondern auch die diversen Gifte aus seinen Kindern heraushaben möchte, und zwar so schnell wie möglich. Aber: Man möchte ja, dass die Kinder gerne und bereitwillig diese Veränderung im Familienleben mitgehen. Deshalb würde ich ein Kind nie zu dieser radikalen (wenn auch nur 28 Tage dauernden) Umstellung zwingen, sondern allenfalls immer wieder zum Probieren ermutigen. (Kochen für die Familie und nicht mal probieren zu dürfen, klar, das ist anfangs extrem hart, aber das lässt schon nach wenigen Tagen nach, also habt keine Angst davor!) Nach der Detox habe ich versucht, Alternativen für bei uns gängige, aber nicht gesunde Nahrungsmittel zu finden. Werden die Alternativen nicht angenommen, stelle ich die alten noch zur Verfügung, aber nicht in Massen, wie früher – und vor allem, ohne selbst davon zu essen. Das wird wahrgenommen, ganz sicher!
 
Standard-Essen: Salat mit Dressing ohne Fett oder Öl nach Anthony William
Kindergeburtstag feiern. Wie es bei den anderen aussah, könnt ihr euch vorstellen. Das war mein Essen.
  • Veränderung bewusst (vor)leben: Wie bei der Umstellung auf vegan gilt: Wenn das, was es als neue Alternative gibt, lecker ist, wird keiner meckern, egal ob familienintern oder Besuch. Ich versuche, meinem Umfeld meine Veränderung vorzuleben, ohne in die Bewertung der anderen zu gehen oder zu belehren. Klar erzähle ich gerne von der Detox und was sie mit mir gemacht hat, aber ich mag niemanden dazu überreden, es mir gleichzutun, weil die wenigsten dazu bereit sind. Wie eine Freundin sagte: „Der Großteil der Bevölkerung würde diese Detox nicht durchhalten.“ Muss er übrigens auch nicht – es gibt in Anthonys diversen Büchern auch abgeschwächte Varianten. Und bei dieser Detox kann man z. B. auch das Salz, die Nüsse, Hülsenfrüchte, Samen und Avocados in geringeren Mengen mit reinnehmen, wenn es einem sonst zu viel wird. Wie immer: Es gibt für alles einen Weg und ich helfe anderen gern, meinen noch nicht ganz so dichtbevölkerten, semigeheimen Trampelpfad zu entdecken, aber den Mut und die Ausdauer, ihn zu gehen, muss jeder allein haben. Wie sieht es bei dir aus? Bist du bereit?

Wer das Ganze lieber als Video sehen möchte, mit allerlei zusätzlichen Tipps und ausführlichem Erfahrungsbericht, bitte hier entlang:

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8 thoughts on “Sandra experimentiert: 1 Monat Zuckerdröhnung nach Anthony William

  1. Antworten
    Britta - 16. April 2019

    Hallo, wow danke für den Erfahrungsbericht. Ich starte heute richtig, davor nur so halb. Aber heute habe ich Ergebnis warum ich schubweise sehr dolle krank bin. EPV bricht immer wieder aus. Jetzt ist schluss und ich gehe es an 🙂 Dein Blog hat mich mehr als inspiriert. Bist du bei Instagramm?
    LG B

    1. Antworten
      Sandra - 17. April 2019

      Hey Britta, cool, dass du die Challenge jetzt angehst. Ich wünsche dir viel Spaß, viele tolle Einsichten, Entdeckungen und Veränderungen – und vor allem viel Durchhaltevermögen. 🙂

      Zu deiner Frage: Ja, mich gibt es auch bei Instagram, aber in letzter Zeit mache ich nur noch wenig, da mein Leben überwiegend offline stattfindet, was auch gut so ist. 😀

      Alles Liebe für dich!

      Sandra

      1. Antworten
        Ute - 29. Juni 2019

        Hallo Sandra,
        was mich interessieren wuerde, wie dein Stuhlgang war in der Zeit??
        Bei mir ein kommt er mittlerweile fast schon einen Durchfall gleich.
        Da ich vorher nur Buchweizen, Rohkost in Form von Obst und Gemuese ass, benoetige ich anscheinend nicht die ganzen 28 Tage ( 6 Tage).
        Leider geht Anthony auf derartiges nicht ein. Seine Empfehlungen sind zwar innovativ und hilfreich, dennoch zu allgemein gehalten.
        Sicherlich hatte er dabei ueberwiegend die uebergewichtigen Amerikaner im Hinterkopf.
        Gerne kannst du mir auch meine Frage per email beantworten.
        Danke.
        Ute

        1. Antworten
          Sandra - 30. Juni 2019

          Liebe Ute,

          ich habe mal eine Radioshow von Anthony gehört, in der er einer Rohköstlerin geraten hat, zusätzlich zu allem Rohen gedämpfte Kartoffeln zu essen. Vielleicht wäre das auch bei dir einen Versuch wert?

          Ich denke jedenfalls auch: Wenn bei dir sowieso kein oder kaum durch die Nahrung zugeführtes Fett im Körper war, dann gab es nicht viel zu entgiften. Aber egal, wen Anthony beim Schreiben im Kopf hatte und wen nicht, ich finde es immer wichtig, aufs eigene Körpergefühl zu hören. Denn der eigene Körper kann dir, wenn du auf ihn hörst, viel besser als jeder Experte sagen, was wirklich gut für ihn ist. Viel Glück wünsche ich dir!

    2. Antworten
      Lisa - 8. Juni 2019

      Hallo Sandra !
      Danke für deinen wunderbaren und bahnbrechenden Blogeintrag!
      Ich bin absolut begeistert von deinem Experiment und vor allem Danke ich dir dafür, dass du deine Vorgehensweise, deine Hintergründe, deine Schwierigkeiten, die entsprechenden Lösungen, deine Ergebnisse und auch deine nächsten Schritte für die Zukunft so authentisch, ehrlich und angenehm verpackt hast.
      Ich denke, dass ich auf deinen Artikel durch das Thema des Selleriesaftes gestoßen bin. Seit einigen Wochen beschäftige ich mich mit diesem momentanen Trend und der dahinter liegenden Gesundheitstheorie. Ich finde diesen grandiosen nachhaltig wirkenden Denkansatz sehr beeindrucken, den du in deinem Artikel ebenso herüber bringst.
      Was mich interessieren würde, wäre wie die Entwicklung deiner Ergebnisse seinen Lauf genommen haben und wie/inwiefern du auf diesem Erfolg aufbauen konntest, da der Artikel durchaus beinahe 3 Monate vor dem heutigen Tag veröffentlicht wurde.
      Besonders interessiert mich dabei wie stark/ inwiefern sich das Bewusstsein für Gesundheit und gesündere/bessere Ernährung bei deinen Kindern und weiteren Familienmitgliedern ausprägt.
      Ich freu mich auf deine Antwort !

      Herzliche Grüße
      Lisa

      1. Antworten
        Sandra - 12. Juni 2019

        Hey Lisa, herzlichen Dank für deinen netten Kommentar. Und ja, es gibt tatsächlich einen Nachtrag zu meinem Artikel, weil mir genau diese Frage auch von einer anderen Lisa gestellt wurde, nämlich der von “Ich lebe grün!”. Hier der Link dazu – danke für den Impuls, diesen Folgebericht ebenfalls hier zu verlinken. Zucker-Wasser-Diät nach Anthony William

        Und ja, es hat sich schon sehr viel getan mit dem Bewusstsein der anderen Familienmitglieder. Einerseits werden plötzlich Sachen nicht mehr gegessen, die vorher gerne gegessen wurden, mit der Begründung: “Nee, lass mal, das ist nicht gesund!” Andererseits ist es faszinierend zu beobachten, wie die Kinder ihr eigenes Verhalten reflektieren, was sie vorher nicht getan haben. Sowas wie: “Mama, ich wollte da eigentlich nur ein Schokobonbon essen – und plötzlich war die ganze Packung all, ich wollte das gar nicht, aber ich konnte auch nichts dagegen tun!” Fand ich voll interessant – und habe ihnen dann gleich mal bisschen was erklärt zum Thema Zucker und Suchtpotenzial – in kindlichen Worten natürlich. Und auch wenn sie noch oft genug in meinen Augen Ungesundes essen (und das werden sie sicher auch weiterhin tun), so ist da doch ein Prozess in Gang gekommen, eine Entwicklung, die mit Sicherheit noch spannend für alle Beteiligten werden wird. 🙂 Bin auch gespannt, was sich bei euch anbahnt. Alles Liebe für dich!

  2. Antworten
    Barbara - 28. Mai 2019

    Hallo Sandra,
    vielen Dank für deinen Bericht. Ich bin erst vor kurzem auf Anthony William gestoßen und frage mich, warum er nie MMS empfiehlt. Kennt hier vielleicht irgendjemand den Grund dafür?

    Liebe Grüße,
    Barbara

    1. Antworten
      Sandra - 28. Mai 2019

      Hey Barbara,
      ich musste erst mal googeln, was das überhaupt ist. Und spontan würde ich vermuten: Er erwähnt es nicht, weil er es nicht für sinnvoll erachtet, um es mal neutral zu formulieren. Wenn ich mir z. B. diesen Artikel hier anschaue: https://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/krebs/soll-krebs-aids-und-autismus-heilen-miracle-mineral-supplement-das-vermeintliche-wundermittel-das-den-koerper-veraetzt_id_5688544.html , dann muss ich bei der Lektüre zwangsläufig die Parallele zu Antibiotika ziehen, die ja auch sowohl die guten als auch die schlechten Bakterien vernichten. Es würde mir nicht einleuchten, warum das bei diesem MMS anders sein soll. Bin gespannt, ob doch noch jemand eine Aussage dazu von AW findet. 🙂

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