Weltrekord für Hebammen: Eltern, Blogger und Geburtshelfer in Deutschland stellen einen Weltrekord auf und schreiben den längsten Brief der Welt. Für die Zukunft der Hebammen

Weltrekord: Was wäre ich ohne meine Hebamme?

Eine Welt ohne Hebammen wäre eine lieblosere Welt

Ohne Hebammen wäre alles anders. Stellt euch mal vor, es gäbe keine Hebammen. Wie sollte das funktionieren? Es herrscht schon seit Jahren chronischer Ärztemangel. Dann gäbe es noch wesentlich mehr … nun ja, Patienten finde ich das falsche Wort für Schwangere … hm. Wesentlich mehr Betreuungssuchende.

Würden mehr Frauen auf sich selbst und ihre eigenen Fähigkeiten zu gebären vertrauen und ihre Kinder allein zu Hause bekommen? Hätten sie es leichter? Oder würden sie durch die Ängste des Kollektivs noch mehr in die Enge getrieben als es Hausgeburtsfrauen werden?

Ich weiß es nicht. Und ich möchte es mir ehrlich gesagt auch gar nicht vorstellen. Dass immer mehr Hebammen außerhalb des Krankenhauses ihre Tätigkeit aufgeben müssen, weil sie die Versicherung nicht zahlen können, ist ein Unding.

Nicht umsonst ist Der kleine Milchvampir den Hebammen gewidmet und beginnt mit einer Hausgeburt. Weil ich ein Zeichen setzen wollte. Ein Zeichen dafür, dass sich etwas ändern muss im System. Mit diesem Gedanken bin ich nicht allein.

Weltrekord für Hebammen: Eltern, Blogger und Geburtshelfer in Deutschland stellen einen Weltrekord auf und schreiben den längsten Brief der Welt. Für die Zukunft der Hebammen
Wieder mal eine wunderbare, liebevolle Illustration von Rena von Rundfux

Die Geburt mit meiner Hebamme

Ich bin so dankbar für die wunderbare Begleitung durch meine Hebamme. Dankbar dafür, dass sie meinen Kindern einen unbeschwerten, natürlichen Start ins Leben ermöglicht hat.

Wann immer ich vor oder nach der Geburt Zweifel oder Probleme hatte, konnte ich sie anrufen. Ich könnte es auch heute noch, Jahre nach der Geburt meiner Kinder, denn sie würde mich niemals im Stich lassen. Weil sie ihr Leben der Geburtshilfe verschrieben hat. Weil die Unterstützung und Betreuung von Frauen ihre Berufung ist. Weil es ihr so wichtig ist, möglichst viele kleine Menschen sanft auf diese Welt zu begleiten.

Meine Hebamme hat mich in meiner Entscheidung, die Kinder zu Hause zu bekommen, bestärkt und mich auf eine Weise unterstützt, die sich nicht angemessen in Worte fassen lässt. Die Geburt meiner Kinder war ein perfektes Zusammenspiel von vier Parteien: vom Kind, das durch seine Liebe und Verbundenheit zu seinen Eltern den richtigen Zeitpunkt gewählt hat, um sich auf den Weg zu machen. Weil es endlich in unseren Armen gehalten werden wollte und sich mit Ruhe, aber auch Beharrlichkeit dafür einsetzte, seine erste große Aufgabe mit Bravour zu meistern.

Hebammen unterstützen? Da bin ich dabei. Ihr auch? Hier das Logo für die Aktion #einbrieffürhebammen #weltrekord

Dann war da ich, die ich im Vertrauen auf mich selbst, mein Kind, die Natur und die beiden lieben Menschen in meinem Haus mit Zuversicht meinen Geburts-Arbeitstag hinter mich brachte. (Und das war es übrigens für mich: Ein Tag anstrengender, schwerer Arbeitstag, der mit einem wunderbaren, erfüllenden Geschenk der Liebe belohnt wurde. Es macht einen Riesenunterschied, ob man eine Geburt voller Angst oder voller Vertrauen und Liebe angeht. Denn wer die Liebe wählt, erlebt die Wehen nicht als Schmerzen, sondern als positive, gut erträgliche Zeichen eines bevorstehenden Wunders.)

Dann war da noch mein Mann, diese großartige Stütze, die mir Halt gab und mir half, in jedem Moment in meiner Zuversicht und meinem Vertrauen zu bleiben. Und meine Hebamme, die sich so unsichtbar wie möglich machte, aber sich immer genau in den Momenten wieder aus dem Nichts materialisierte, wenn sie gebraucht wurde. Und das ist es eben: Hebammen werden gebraucht. Die Geschichte der Hebammenkunst reicht unfassbar weit in unsere Vergangenheit zurück. Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass sie auch in Zukunft weitergeht.

Gemeinsam für die Zukunft unserer Hebammen. Eltern, Blogger und Unterstützer der Geburtshilfe in Deutschland schreiben den längsten Brief der Welt und stellen damit einen neuen Weltrekord auf. Als Zeichen der Veränderung. #handelnausliebe #weltrekord #deinbrieffürhebammen

Zeit für Veränderung

Vielleicht habt ihr schon vom längsten Brief der Welt gehört? Ich schreibe bewusst nicht von einem Versuch, sondern ich berichte euch an dieser Stelle davon, dass ein neuer Weltrekord aufgestellt wird. Punkt. Und ich werde dabei sein. Ihr doch bestimmt auch, oder? Denn Rena von Rundfux, Mira MondsteinDeva Wallow und Kristina Lutilsky geben euch eine ganz einfache Möglichkeit, euch für eine großartige Sache einzusetzen: die Politik zu animieren, endlich zu handeln.

Das Töten von Tieren wird staatlich subventioniert. Und den Hebammen, die mithelfen, der Zukunft und Hoffnung dieser Welt das Leben zu schenken, werden Steine in den Weg gelegt. Da stimmt was nicht. So gar nicht. Aber offenbar sind all die Hebammenproteste und Aktionen der letzten Jahre nicht genug, um die Seelen der Politiker zu erreichen und sie endlich, endlich zum Handeln zu bewegen.

Mitmachen? So gehts!

Also lasst uns doch einfach auch mithelfen. Wie? Indem ihr einen Brief schreibt. Alles Weitere findet ihr direkt bei Rena. Ich zähl auf euch. 🙂

#deinbrieffürhebammen

Mehr über die wunderbare Illustratorin lest ihr in meinem Februar-Interview.

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