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Zwischenmenschliches

» FAQ

 

Was sagst du zum Thema Autorenneid?

Es gibt sie auf jeden Fall, die altruistischen Autorinnen, die ihre Kolleginnen immer unterstützen, selbst dann, wenn die zufällig sogar die gleiche Art Bücher schreiben. Diejenigen, die so handeln, haben für mich eindeutig eine Vorbildfunktion. Wenn ich eine solche Unterstützung erfahre, habe ich das Bedürfnis, denjenigen Autorinnen etwas zurückzugeben. Und wenn nicht denen, dann zumindest meinerseits jemanden zu unterstützen.

Allerdings habe ich auch immer wieder das Gegenteil beobachtet: diese merkwürdige Angst, dass Hilfe dazu führen könnte, dass man sozusagen von der Konkurrenz überholt wird. Ich kann das nicht so ganz nachvollziehen, denn ein Buch ist kein Auto. Jeder, der gerne liest, hat nicht nur eins davon, sondern etliche. Also warum nicht mal für die sogenannte Konkurrenz Werbung machen oder verraten, was euch in einer Krisensituation weitergebracht hat? Ich sehe andere Autoren nicht als Konkurrenz. Diejenigen, die wirklich schlecht sind, knocken sich früher oder später selber aus – und diejenigen, deren Bücher gut sind, mit denen hat man doch sicher gerne Kontakt. Warum also nicht mal das Buch eines anderen Autors empfehlen, das einen begeistert hat? Oder eine Autorenseite bei Facebook liken, ohne gleich panisch zu werden, dass einem dadurch die eigenen Fans abwandern? Warum sollten sie denn?

Netzwerken, ja oder nein?

Ohne ein funktionierendes Netzwerk geht nichts. Sicher mag es Ausnahmen geben. Bestimmt gibt es ein paar Autoren, die große Menschenmengen nicht mögen und sich nur in ihrem eigenen kleinen Kreis wohlfühlen. Aber die haben es unendlich schwerer, bekannt zu werden. Am Netzwerken führt kein Weg vorbei. Und netzwerken heißt übrigens nicht, sich in einer Facebook-Schreibergruppe anzumelden, gleich einen Link zum gerade veröffentlichten Buch hinzuklatschen und dann wieder in der Versenkung zu verschwinden. Nein. Netzwerken braucht Zeit. Gerade am Anfang ist das Netzwerken vor allem ein Geben. Wenn ich mitbekomme, dass jemand eine Antwort auf etwas sucht, was ich weiß, dann antworte ich selbstverständlich – und freue mich, wenn der Fragesteller dankbar dafür ist. Und wenn ich dann selbst mal nicht weiterweiß, kann ich mit gutem Gewissen auch mal um Rat fragen.

Klar läuft heutzutage vieles online, aber ich finde es auch wichtig, dass es nicht dabei bleibt. Wenn ich die Möglichkeit habe, mal ein paar Kolleginnen oder Kollegen persönlich zu treffen, dann nutze ich sie auch.

Ein Wort noch zum Thema Kontaktanfragen: Vernetzung ist grundsätzlich super, denn je mehr Kontakte, desto mehr Reichweite hat man ja. Wenn sich allerdings jemand mit mir vernetzen möchte, von dem ich noch nie gehört habe, dann erwarte ich schon, dass derjenige mir neben der Kontaktanfrage schreibt, weshalb er sich vernetzen möchte. Wenn einfach nur eine Kontaktanfrage per Facebook oder Xing hereingeflattert kommt, animiert mich das nicht unbedingt dazu, diese virtuelle Freundschaft auch anzunehmen. Manchmal bin ich in der Laune, eine solche Anfrage trotzdem anzunehmen. Aber wenn dann gleich hinterher die Aufforderung desjenigen kommt, seine Seite zu liken, fliegt er gleich wieder aus der Freundesliste raus. Denn was für mich zählt, ist echtes Interesse.

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