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Zwischen den Stars und Sternchen von morgen auf der Buchmesse und anderswo

Kinderbuchautorin Sandra Schindler Frankfurter Buchmesse 2017

Letztes Jahr hab ich euch erzählt, wen ich bei meinem allerersten Buchmessebesuch vor vielen Jahren treffen durfte. Dieses Jahr ähnelte die Messewoche fast schon einem beruflichen Speeddating (die Analogie hab ich von meiner Agentin geklaut – ich hoffe, sie verzeiht es mir).

Berühmte Menschen habe ich in diesem Jahr nur eine getroffen, nämlich Jessica Koch, die ich bisher lediglich von unserer gemeinsamen Arbeit kannte. Jetzt waren wir endlich mal zusammen was trinken. Übrigens zusammen mit zahlreichen Autorinnen und Autoren des FeuerWerke-Verlags, bei dem in nächster Zeit neben den fast schon gängigen Liebesromanen auch ein paar Thriller rauskommen. Ich werde das gespannt verfolgen, ihr vielleicht auch …

 

Bücher Buchmesse Liebesromane 2017

„Die Endlichkeit des Augenblicks“, das 4. Gemeinschaftswerk von Jessica Koch und mir

 

Abgesehen davon bin ich mir ziemlich sicher, dass man einige der Menschen, die ich euch hier vorstelle, in 10 Jahren zumindest in ganz Deutschland kennen wird. Wartets ab …

Dienstag: Ein riesiger Haufen Kinderbuchautoren

Begonnen hat die Messewoche für mich mit dem Bundeskongress der Kinder- und Jugendbuchautoren/-innen. 55 schreibende Kolleginnen und Kollegen hatten sich versammelt, um über die Zukunft des Kinderbuchs zu debattieren bzw. zu schauen, wie man sich gegenseitig unterstützen kann. Wie schön, dass auch einige bekannte Gesichter in der Menge waren, nämlich Andrea Rings, Judith Allert, Barbara Rose, Johanna Prinz und Jutta Wilke. Meine liebe Kollegin Kerstin Hau (mit der mich so viel mehr verbindet als der Beruf) hat hier darüber geschrieben.

Mittwoch: Die Entscheider von morgen beim gemeinsamen Besäufnis

Gut, ich übertreibe. Ich hab niemanden besoffen gesehen, aber vom Prinzip her stimmts trotzdem: Berufliche Weichen werden manchmal nicht auf der Messe direkt getroffen, sondern in lockerer Atmosphäre außerhalb. Zum Beispiel bei einem gemeinsamen Abendessen. Ein riesiger Raum voller Junger Verlagsmenschen hat sich zusammengefunden, um sich auszutauschen.

Beeindruckt hat mich da vor allem die Studentin Nina Rubach. Wenn ich mir überlege, was für einen Blödsinn ich als Studentin in meiner Freizeit gemacht habe …

Nina hingegen bloggt in einem Uniprojekt über Self-Publishing und hat ganz nebenbei noch einen Verlag mitgegründet, der erstaunlich andere Wege geht, nämlich u. a. ohne Amazon. Schaut mal bei astikos vorbei.

Donnerstag: Buchmesse. Grinsen gegen Rechts – und noch viel mehr

Die Buchmesse begann mit einem Sonnenplausch in Gesellschaft eines netten Verlegers. Kaum saßen wir 2 Minuten, hatten wir eingewilligt, unseren Mund fotografieren zu lassen. Als Zeichen gegen rechts im Rahmen der Aktion der Bildungsstätte Anne Frank. Mehr dazu hier.

Den Großteil des restlichen Tages war ich damit beschäftigt, mich durch die veganen Stände zu futtern und von einem Treffen zum nächsten zu rennen, aber ich habe auch viel Zeit mit dem Inspizieren der Stände und dem Beobachten der Standmitarbeiter verbracht.

Lahmacun vegan

Vegane türkische Pizza auf der Franfurter Buchmesse

Es ist sicher anstrengend, den ganzen Tag präsent sein zu müssen und den Menschen zu signalisieren: „Ich bin für euch hier, fragt mich doch was!“ Dennoch halte ich das für die Grundvoraussetzung eines erfolgreichen Messestands.

Messeauftritt: So besser nicht!

Umso mehr hat es mich erstaunt, manche Verlagsmitarbeiter mehrmals (und mit mehreren Personen gleichzeitig) mit dem Rücken zum vorbeiziehenden Publikum zu sehen. Offenheit ist anders.

Gelegentlich sieht man auch die Fraktion der Gelangweilten, welche die interessiert durch die Gänge schlendernden Besucher gar nicht wahrzunehmen scheinen. Entweder starren sie ins Nichts, tippen irgendwas in ihr Handy oder tun so, als wären sie mit irgendetwas beschäftigt: mit der Tischkante, ihren Visitenkarten oder der Lektüre ihrer eigenen Bücher.

Nur: Bei der Buchmesse ist die Optik alles. Das gilt auch – oder sogar gerade für die Kleinen. Jedes Jahr sehe ich wieder neue, kleinere Ständchen, an denen Menschen stehen, die mit allem, was sie tun, ausstrahlen, dass sie eigentlich gar nicht dort sein möchten. Oder ich sehe Bücher mit Covern, die alles andere als ansprechend sind und mich denken lassen: Wie schade, aber ich befürchte, dass es euch nicht mehr lange in der Bücherwelt geben wird.

Ich weiß, das klingt hart – und ich bin wirklich niemand, der sich im Privatleben von Äußerlichkeiten blenden lässt (hoffe ich jedenfalls), aber im Berufsleben ist mir bisher noch keine Ausnahme begegnet. Ich glaube, eine Image-Schulung könnte so manchem jungen Verleger die Zukunft retten.

Messeauftritt: So gehts!

Natürlich gibt es auch genug große und kleine Verlage, die richtig gute Öffentlichkeitsarbeit machen. Meine Kollegin Corinna Wieja hatte mich mitgenommen zur Magellan-Standparty (die in meinem Kopf immer noch als Strand-Party abgespeichert ist – vielleicht liegt es am Logo des Wals, wer weiß …). Obwohl ich nicht offiziell dazugehörte, wurde mir immer wieder vermittelt, dass das völlig egal ist. Ich ging sogar mit einem wunderschönen Magellan-Kaffeebecher nach Hause, der mir von der Verlagsleiterin persönlich überreicht wurde.

Besonders erwähnen möchte ich auch die edition pastorplatz, die ich schon seit ein paar Jahren gespannt verfolge. Der Stand war hell und freundlich – und genau so wurde ich auch von der Verlegerin ganz spontan empfangen. In Mele Brinks Verlag gibt es immer wieder Kinderbücher, die nicht dem Mainstream entsprechen (was vermutlich auch der Grund dafür ist, weshalb ich so neugierig auf die Bücher dort bin).

Kleinverlag auf der Frankfurter Buchmesse 2017

Messestand der edition Pastorplatz (Foto: Mele Brink)

Abends ging es dann für mich weiter zu einem netten, leckeren Abendessen des Netzwerks Texttreff im Arche Nova. Mit dabei waren Verlegerin Nathalie Bromberger  und einige liebe Kolleginnen (Petra Plaum, Miriam Funk, Sabine Schlimm und Andrea Behnke [wobei ich diese mittags und nicht beim Abendessen traf. Egal.]).

Kinderbuchautorin Sandra Schindler Frankfurter Buchmesse 2017

Der Milchvampir und Flim Pinguin am Stand von Proveg

Freitag: Zwei Kinderbuchautorinnen unterwegs in Aschebersch

Noch in ein paar Jahren werde ich mich an das Treffen mit Autorenkollegin Anne Gauß erinnern. Wir kannten einander schon übers Netz und hatten beide das Gefühl, dass das mit uns auch im echten Leben passen könnte. Und so war es auch: Genau die richtige Mischung aus unfassbarem Blödsinn, tiefschürfenden Gesprächen und Idylle in der Natur hat unser Treffen ausgemacht.

 

Weinberge und Pompejanum Aschaffenburg im Herbst

Aschaffenburger Idylle: Das Pompejanum

Das Ende des Treffens war dann der starke Kontrast zu unserem von Enten begleiteten Gegacker nur Minuten zuvor: Ein junger Typ hatte vergessen, seine Handbremse zu ziehen und einen Gang einzulegen, weshalb ich mein Auto dann so wiederfand:

Auffahrunfall

Der Mini-Unfall auf dem Parkplatz

War aber nicht so schlimm, wie es aussieht, passte aber gut, denn es illustrierte, dass das Leben eine ausgewogene Mischung aus Hochs und Tiefs ist.

Anne Gauß und Kinderbuchautorin Sandra Schindler in Aschaffenburg

2 Kinderbuchautorinnen in Aschaffenburg

Samstag: Zwischen vertrauten Gesichtern und neuen Kontakten auf der Familycon

Mareike von Mami-Start-up hatte mir irgendwann mal von diesem Blogger-Event vorgeschwärmt. Und wenn Mareike von etwas überzeugt ist, dann bleibt das im Kopf. Und da dann auch noch die liebe Sabrina von Babykeks mit im Orgateam saß, musste ich die Konferenz einfach mitnehmen, zumal es von der Buchmesse nicht so wahnsinnig weit nach Mannheim war.

Essen in Gläsern vegan und nicht vegan

Das total leckere Fingerfood auf der Familycon

Die sympathische Dani alias Glucke hat einen ausführlichen Bericht über das Event geschrieben, den ihr hier lesen könnt.

Besonders gefreut habe ich mich, einige Bloggerinnen mal persönlich zu treffen, die mir schon im Netz aufgefallen waren, nämlich MamaMichi, die Perlenmama und Sylvi von Mom’s favorites and more – und schön war auch das Wiedersehen mit Annina von breifreibaby, Berenice von Phinabelle sowie Andrea von Frinis Teststübchen.

Unter den ganzen Sponsoren vor Ort war übrigens auch Nature & Découvertes, eine ökologische Firma, die Montessori-Spielsachen vermarktet, ebenso wie allerlei biologische Spiele für Kinder aller Altersstufen (und für Mamas). Gesondert erwähnen möchte ich auch Kilenda, denn die Idee ist so super: Spiele und Kleidung mieten statt kaufen. Spannend fand ich auch das Kurzgespräch mit Anika vom SOS-Kinderdorf. Wie ihr im Bild bei der Glucke gut sehen könnt, wurden wir wirklich reich beschenkt.

Käsekuchen und Muffins Konferenzessen

Kuchenbuffet mit veganer und sogar glutenfreier Variante

Und, was unbedingt auch noch erwähnt werden muss: Klar, das Netzwerken ist der Hauptgrund für mich, ein solches Event zu besuchen, aaaaber: Die Ankündigung, dass es dort veganes Essen geben würde (wie praktisch, wenn im Orga-Team Vegannerinnen sitzen), war schon mit ein Grund für mich verfressenes Wesen, dorthin zu fahren. Und ich hab meine These bestätigt gesehen: Wer sich kulinarisch gut versorgt fühlt, fühlt sich auch insgesamt sehr wohl. Danke, Frida von 2kindchaos und Sabrina, schön wars!

Sonntag: Breakfast at Heidrun’s

Immer wieder einen Besuch wert ist meine liebe Freundin Heidrun in Hanau mit ihrer Kräuterpension am Wald, bei der ich am Sonntag zum Frühstücken eingeladen war.

Irgendwann schielst du nur noch

Insgesamt war ich an diesen 6 Tagen bei ungefähr 20 verschiedenen Treffen bzw. Events. Über jede einzelne Begegnung habe ich mich sehr gefreut, aber genauso sehr freue ich mich jetzt auf etwas Erholung von fast einer ganzen Woche Dauerquatschen bzw. -zuhören, denn, wie jemand ganz treffend gesagt hat: Irgendwann schielst du nur noch. Da schwirrt einem echt der Kopf, man sieht etliche Leute, die einem irgendwie bekannt vorkommen und denen es ebenso geht. Man grüßt sich und grübelt: Woher kennen wir uns jetzt noch mal? Daher: Es reicht: Erst mal erholen und Gesichter und zugehörige Namen einprägen. 😉

Und hier geht es dann die Tage weiter mit meinem allerersten Bericht zur internationalen Kindergarten-Eingewöhnung (aus Mexiko).

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2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

    • Du, die nutzen dir aber auch nix, wenn die Leut ganz anders aussehen als auf dem Bild. 😉

      Aber mal abgesehen davon: Mir gings jetzt auch nicht um die, mit denen man länger redet – an die erinnert man sich ja. Aber es gibt eben ganz viele, die einem irgendwie bekannt vorkommen, und man fragt sich dann: Hab ich die jetzt nur irgendwann mal irgendwo auf nem Bild gesehen – oder am Ende sogar länger mit denen gesprochen? Wenn da in einer Woche jeden Tag 50 neue Gesichter dazukommen – und das x 6, dann wars das,echt.

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