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Bücherschmetterlinge und Lesemuffel – Blogger schenken Lesefreude

Der Biber hat Fieber von Oetinger Tanja Jacobs Susanne Weber

Heute wird gefeiert. In ganz Deutschland öffnen zum Welttag des Buchs Verlage ihre Pforten, und Bibliotheken und Schulen veranstalten Lesungen.

Der 23. April ist aber auch der Tag der Buchblogger, denn auch sie möchten durch die Gemeinschaftsaktion „Blogger schenken Lesefreude“ dafür sorgen, dass es mehr Bücherfreunde und weniger Lesemuffel gibt.

Blogger schenken Lesefreude Logo ohne Jahresangabe

Das Logo der Gemeinschaftsaktion Blogger schenken Lesefreude

Bei mir geht es diesmal um die Kleinen. Und ums Vorlesen. Ich habe für dich 10 Tipps gegen zukünftige Lesemuffel zusammengestellt. Vielleicht helfen sie dir dabei, dass dein Kind nicht nur ein Bücherwurm wird, sondern sogar mehr: Eine kleine Raupe, die viele gute Gedanken aus Büchern aufnimmt, sie in sich aufsaugt, an ihnen wächst und sich schließlich verwandelt in einen schillernden Bücherschmetterling.

Großer Fuchs in der Natur

Leider kein Bücherschmetterling, aber immerhin ein Schmetterling (von Désirée Maass)

Wie vermeide ich, dass mein Kind zum Lesemuffel wird?

10 Tipps, damit dein Kind Bücher genauso liebt wie du

Tipp 1: Lesebaby im Bauch

Schon das, was im Mutterleib passiert, prägt das Kind. Wenn du deinem Kind die Liebe zur geschriebenen Sprache übertragen möchtest, dann fang damit an, dem Ungeborenen die liebsten Bücher deiner eigenen Kindheit vorzulesen. Weckt garantiert auch bei dir Glücksgefühle.

Tipp 2: Babyzeichen

Manche Wissenschaftler belächeln es, dass Eltern ihrem Nachwuchs Gebärden beibringen, damit schon das Baby seine Bedürfnisse äußern kann. Von körperlicher Nähe und Nahrungsaufnahme einmal abgesehen, begeistert nichts das Baby so sehr wie die Fähigkeit, sich mitteilen zu können. Gut, das kann es auch so, ohne die Babyzeichen. Aber die Gebärden sorgen dafür, dass es auch verstanden wird. Und dass es erkennt: (Gebärden-)Sprache ist nützlich, denn sie eröffnet mir neue Welten. Mehr Infos darüber gibts hier.

Tipp 3: Vorlesen

Je älter das Kind wird, desto mehr Spaß hat es daran, Bücher nicht nur oral, sondern auch optisch und akustisch wahrzunehmen. Besonders leicht behältst du die Aufmerksamkeit des Nachwuchses, wenn du dich für ein schön illustriertes Buch mit kurzen, einprägsamen Reimen entscheidest. James Krüss und Dr. Seuss sind gute Vorbilder, aber auch im deutschen Sprachraum gibt es schön gereimte Bücher, z. B. von Dagmar Geisler oder Susanne Weber.

Tipp 4: Zuhören

Kinder lieben Hörbücher, zumal die Hörbucher immer Lust darauf haben, angehört zu werden (während man müde Eltern schon manchmal ganz schön überreden muss). Die schönsten Hörerlebnisse sind die selbstgemachten: Ich habe noch heute eine Kassette aus Kindertagen, auf der ich ständig dazwischenplappere, während meine Mama versucht, mir Märchen von Astrid Lindgren vorzulesen (Nils-Karlsson Däumling, die Puppe Mirabell und die Elfe mit dem Taschentuch sind die drei, an die ich mich noch heute erinnere).

Tipp 5: Leserätsel – Vorlesen für Fortgeschrittene

Kinder lieben Wiederholungen. Sie wären begeistert, wenn man ihnen ihre Lieblingsbücher in Endlosschleife vorlesen würde (Alternative siehe Tipp 4). Irgendwann kennen sie den Großteil ihres Lieblingsbuchs auswendig. Dann gibt es 2 Möglichkeiten, um die Kinder zu überraschen.

Möglichkeit 1: Du lässt immer mal wieder das letzte Wort eines Absatzes weg, um zu sehen, ob die Kinder es ergänzen können. Bei gereimten Büchern klappt das besonders gut.

Möglichkeit 2: Du baust falsche Tatsachen ein. Zum Beispiel kann der böse Wolf im Wald auf ein Mädchen treffen, dass ein neongelbes Käppchen trägt. Daraufhin wird es von den kleinen Zuhörern garantiert sofort Protest hageln.

Tipp 6 Literaturrätsel für unterwegs

Selbst wenn man etwas unternimmt, was Kinder potenziell langweilig finden, kann das Thema Literatur für Spannung sorgen. Probier mal im Wartezimmer, bei langen Autofahrten oder Spaziergängen Literaturrätsel, sprich: Du stellst den Kindern Fragen zu ihren Lieblingsbüchern. Welche Prinzessin kann nachts nicht schlafen? Was sagt der Baum, als die Goldmarie an ihm vorbeigeht? Wo versteckt sich das kleinste Geißlein?

Tipp 7: Geschichten erfinden

Es ist ganz leicht, Gute-Nacht-Geschichten zu erfinden, in denen du die Kinder selbst eine Rolle spielen lässt. Das muss keine hohe Literatur sein, Hauptsache, das Kind erkennt sich wieder. Es freut sich, auch wenn du nur die Geschehnisse des Tages in eine Märchenhülle packst. Beispiel: Es war einmal ein kleines Mädchen, das wollte nicht mit dem Nachbarsjungen spielen. Der Nachbarsjunge ging traurig nach Hause, aber es dauerte nicht lange, bis er zurückkam. „Schau mal!“, sagte er zu dem Mädchen und zeigte ihr einen Regenwurm, den er in seinem Garten entdeckt hatte …

Tipp 8: Interaktive Bücher

Heutzutage sorgen Tiptoi & Co. dafür, dass die Kinder das Gefühl haben, Einfluss auf eine Geschichte nehmen zu können. Eine schöne Alternative sind die Bücher, in denen man den Namen und bestimmte Eigenschaften des Kindes eingeben kann, sodass das Kind das Gefühl hat, dass das Buch für es selbst geschrieben wurde. Auch toll: Bücher, in denen man sich entscheiden muss, wie es weitergeht. Je nach gewählter Option folgt die Fortsetzung auf zwei ganz verschiedenen Seiten mit ganz unterschiedlichen Handlungen.

Tipp 9: Bücher gegen bestimmte Probleme

Immer wieder gibt es Probleme, die eine Familie teilweise über Wochen beschäftigen. Und für solche speziellen Probleme gibt es wiederum Bücher, die diese Probleme lösen sollen. Anne Gauß‘ Buch „Der Junge in der Nussschale“ zum Beispiel soll stotternden, schüchternen Kindern Mut machen. Ist das Problem irgendwann dank einem speziellen Buch gelöst, vermittelst du dem Kind: Literatur kann dir helfen, sie ist dein Freund.

Tipp 10: Schreibende Kinder

Wenn dein Kind Interesse am Schreiben entwickelt, kannst du das unterstützen, ohne gleich den Frühförderwahnsstempel aufgedrückt zu bekommen. Die meisten Kinder fangen mit dem eigenen Namen an, aber dann geht es weiter damit, dass sie Zettel vollschreiben mit den Buchstaben, an die sie sich erinnern. Wie groß ist die Begeisterung, wenn man ihnen vorliest, was sie geschrieben haben. Noch besser wird es, wenn ein Zufallstreffer dafür gesorgt hat, dass es eins der Wörter tatsächlich gibt!

In den nächsten Tagen gibt es auf ganz vielen Blogs etwas zu gewinnen, damit es weniger Lesemuffel und mehr Bücherschmetterlinge gibt. Hier findest du eine Übersicht über die Teilnehmer der Aktion „Blogger schenken Lesefreude“. Sie alle freuen sich ganz sicher, wenn du mal bei ihnen vorbeischaust.

Der Biber hat Fieber von Oetinger Tanja Jacobs Susanne Weber

Der Biber hat Fieber von Susanne Weber und Tanja Jacobs, erschienen bei Oetinger

Gewinnspiel zum Welttag des Buches

Wer bei mir „Der Biber hat Fieber“ gewinnen möchte, verrät mir bitte in einem Kommentar unter diesem Beitrag sein Lieblingsbuch aus der Kindheit. Ich bin gespannt …

Teilnahmebedingungen:

Teilnehmen darf jeder ab 18 Jahren. Die Gewinnspielaktion endet am Dienstag, den 2. Mai 2017. Wie bereits in den letzten Jahren werde ich die Namen der Teilnehmenden auf Zettel schreiben und eine kleine Kinderhand aus dem Haus wird den Gewinner ziehen, den ich Anfang Mai verkünden werde. Im Anschluss werde ich vom Gewinner die Adresse erfragen und dann das Buch auf dem Postweg versenden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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24 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Mein Lieblingsbuch aus der Kindheit heißt „Das Lachkind und 99 andere ausgewählte Geschichten“, welches ich von meiner Mutter geschenkt bekommen habe. Ich verschenke es bald an meinen Sohn und hoffe, er hat genauso viel Freude mit den Geschichten. Tolles Gewinnspiel. Vielen Dank für diese Aktion!

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  2. Nicht besonders originell, aber so sehr ich es auch drehe und wende, es kommt immer Astrid Lindgren dabei raus. Alles von ihr, aber wenn ich mich entscheiden müsste, dann wären es die Kinder aus Bullerbü, die ich am meisten geliebt habe (und immer noch liebe). Danach gleich die Brüder Löwenherz und natürlich Michel, auch von meiner Oma heißgeliebt- wieviele schöne gemeinsame Stunden uns diese Bücher beschert haben…..❤️

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  3. Ich habe die Geschichten von Onkel Tobi und vom glücklichen Löwe geliebt und „arbeite“ mit Freude nun täglich daran aus meinen Kindern Bücherschmetterlinge zu machen 😉

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  4. Oh! <3 Das ist eines unserer Lieblingsbücher aus der Bücherei und zu gerne hätten wir es auch im Bücherschrank daheim!
    Mein Lieblingsbuch aus Kindertagen ist ein Buch, dessen Titel ich leider nicht mehr weiß, aber es war ein liebevoll gezeichnetes, in dem es um ein Häschen geht, das sich in einem Krankenhaus versteckt hat. <3
    Danke für die Chance. Ich wünsche euch einen schönen Welttag des Buches!
    LG
    Nele E.

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  5. Hallo. Eines meiner Lieblingsbücher war „Alfons Zitterbacke“.

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  6. Hallo und vielen Dank für diese großartige Aktion und das tolle Gewinnspiel. Sehr gerne versuche ich mein Glück. Mein Lieblingsbuch aus der Kindheit ist „Der Fäustling. Ein altes ukrainisches Volksmärchen“ nach der Fassung von E. Rachev, ein wunderbares kindgerechtes Buch mit ganz tollen Kinderreimen. Besonders gut hat mir gefallen, dass meine Ausgabe die Form eines Fäustlings und wunderschöne Illustrationen hatte.

    Einen wunderbaren Welttag des Buches und viele liebe Grüße
    Katja

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  7. Ich wünsche dir einen wunderschönen Welttag des Buches ♥
    Meine Lieblingsbücher aus der Kindheit war eindeutig die Sams-Reihe….

    Liebe Grüße,
    Natascha

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  8. Hallo,

    ich möchte auch mit machen. Ein Lieblingsbuch aus meiner Kindheit? Ganz klar Nick Nase – der kleine Dedektiv. Den oder Die Autorin kenne ich leider nicht. Aber das war mein allererstes eigenes Buch zum „SElberlesen“. Dieses Buch habe ich einfach geliebt und gefühlte 1000 mal gelesen:)

    Damit fing meine Büchersucht an:)

    Liebe Grüße

    Little Cat

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  9. Hallo,
    die Tipps 5 – 7 finde ich klasse. So kann man das normale Vorlesen abwechslungsreich machen. Außerdem sehr einfach. Dankeschön 🙂

    Mein Lieblingsbuch war „Meine Schwester Klara ist die Größte“. Total witzig. Die Ausgabe habe ich heute noch (zwar schon ziemlich gebeutelt), aber zum Vorlesen taugt es immer noch 🙂

    Noch einen schönen Welttag des Buches und viele Grüße
    Martina

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  10. Eines meiner Lieblingsbücher war “ Die kleine Hexe“

    LG Martina

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  11. Mein Lieblingsbuch in der Kindheit war Pumuckl. Jetzt darf ich es wieder meinen großen Jungs vorlesen 🙂
    Viele Grüße
    Andra

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  12. Lieben Dank für eure spannenden Antworten und eure netten Worte. Eine sonnige Woche mit vielen neuen Büchern oder zumindest Buchinspirationen wünsche ich euch!

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  13. Wir haben bei der Schulanmeldung auch gleich einen Büchereiauswis bekommen. Finde ich eine gute Idee, weil man ja meint, zu Zeiten des Internets sei die Bibliothek so gut wie ausgestorben. Vielleicht wär das Thema auch mal nen Blogeinrtrag wert 🙂

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  14. Totaaal gerne mochte ich Pipi Langstrumpf und Heidi.
    Ich habe als Kind massenhaft Bücher verschlungen. Heute habe ich leider nicht mehr sooo viel Zeit dazu, aber die Zeit, die bleibt, verbringe ich am liebstem beim Vorlesen mit unserem kleinen Lieblingsmenschen. Deswegen käme uns der Biber sehr gelegen. 🙂
    Vielen lieben Dank für die tolle Gewinnchance!
    Susi und der kleine Huschler

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  15. Oje, wenn ich die Lieblingsbücher der anderen Kommentatorinnen sehe, merke ich mal wieder den Altersunterschied! Die Liste meiner Lieblingsbücher aus der Kindheit ist sehr lang. Mein heißgeliebtes allererstes Lieblingsbuch war „Die Abenteuer des Putiputs“ (C.O. Petersen). Dann folgten „Ewas von den Wurzelkindern“ (Sibylle v. Olfers) und „Peterchens Mondfahrt“ (G.v. Bassewitz). Als ich dann selbst lesen konnte, las ich die Märchen der Brüder Grimm rauf und runter. Übrigens habe ich all diese Bücher noch und hüte sie wie einen Schatz! PS: Ich nehme nicht an der Verlosung teil, denn Enkelkinder habe ich leider noch keine!

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  16. Mein erstes Lieblingsbuch war „Der Marienkäfer sucht einen Freund“, ein wunderbares Bilderbuch, in dem ich gelernt habe, was eine Gottesanbeterin ist. Die war gruselig! 🙂 Deine Tipps oben finde ich übrigens prima, danke dafür! Über den Gewinn würde sich neben mir noch mindestens ein anderer Mensch sehr freuen! 😉 Danke und liebe Grüße – Sabine

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  17. Hallo,

    vielen Dank für das Gewinnspiel, ich würde gerne teilnehmen.
    Mein Lieblingsbuchreihe war die Hexe Lilli Reihe, da ich die Geschichten sehr spannend fand 😉

    LG (Tiffi20001@gmx.de)

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  18. Neben vielen Klassikern (unter anderem diverse Astrid Lindgren-Bücher) mochte ich sehr gern „Ein Krokodil verlässt den Nil“ (ein Bilderbuch) und später dann „In Wirklichkeit ist alles ganz anders“ von Achim Bröger 🙂

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  19. Mein Lieblingsbuch aus der Kindheit war „Alfons Zitterbacke“; und „PÜnktchen und Anton“. Diese Bücher wurden auch verfilmt und ich schaue sie mir immer wieder an,habe auch noch die Bücher. Diese lese ich auch mit meinen beiden Enkelinnen.Die große liest schon alleine und fast wöchentlich 2 Bücher. Die Kleine (3;6 Jahre) bekommt täglich vorgelesen (Mama, Papa; Oma). Anhand der Bilder in ihren Büchern und dem Kennen des Inhaltes „liest“ sie uns auch manchmal vor.
    Danke für die Tipps zum Vorlesen.

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  20. Hallo,

    mein Lieblingsbuch war und ist „Pippi Langstrumpf“.

    Viele Grüße
    Kristina H.

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  21. Mein kleiner Bücherwurm könnte den ganzen Tag vorgelesen bekommen 🙂 ich freue mich schon sehr, wenn er selbst lesen und damit Bücher noch ganz neu für sich entdecken kann… Ein zauberhaftes Buch mit toller Geschichte und wundervollen Bildern aus meiner Kindheit ist „Gwinna“ von B. Berger. 🙂

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  22. Guten Morgen, Sylvia,

    ausgelost wurde schon, ja, und die Gewinnerbenachrichtigung wurde auch bereits verschickt. Leider ist die Woche so viel los, dass ich noch nicht dazu kam, das auch öffentlich zu verkünden, aber das passiert baldmöglichst.

    Herzlichen Dank für den Reminder.

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