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Barbara Roses Feenschule. Zauber im Purpurwald

Ich bin jetzt schon eine ganze Weile Mitglied in einem wunderbaren Netzwerk, das speziell für Kinderbuchautoren gedacht ist. Was in der von Autorin und Schreibcoach Jutta Wilke gegründeten Schreibwelt so alles los ist, das könnt ihr hier nachlesen.

Eine der Schreibwelt-Kolleginnen ist Barbara Rose.

Ich hab mir ihre neuste Veröffentlichung angesehen, das Kinderbuch „Die Feenschule. Zauber im Purpurwald“.

Barbara Rose: Die Feenschule. Zauber im Purpurwald. Oetinger

Die Haptik

Ich glaube nicht, dass ich jemals selbst etwas über Feen schreiben werde, aber ich konnte mich trotzdem mühelos in Barbaras Welt hineindenken. Der Glitzereinband ist wunderschön – und die Illustrationen von Naeko Ishida finde ich auch sehr gelungen. Ein Hingucker ist die zum Buch gehörige Landkarte. Sowas kenne ich sonst eigentlich nur aus Fantasyromanen. Hier auf Barbaras Blog könnt ihr sie euch ansehen – und ein paar andere Bilder aus dem Buch noch dazu.

Darum gehts

Aber jetzt endlich mal zum Inhalt: Die kleine Fee Rosalie kommt in die Schule, aber nicht in eine gewöhnliche Schule, sondern in ein Internat – das Internat Blütenwald. Rosalie macht einen Fehler, der eigentlich seeeehr menschlich ist: Sie ist ziemlich geknickt, weil sie sich nicht mit den coolen, älteren Feenmädchen ein Zimmer teilen darf, sondern mit der unscheinbaren, in ihren Augen sogar ziemlich langweiligen Nebelfee Nikki. Eine klassische Fehleinschätzung.

Doch dann sind es ausgerechnet die älteren, coolen Mädchen, über die sich Rosalie so sehr ärgert, dass sie beschließt, aus dem Internat auszubrechen, um ihnen und sich selbst zu beweisen, dass sie keine „Babyfee“ ist (auch wenn sie von den anderen so bezeichnet wird).

Autorin Barbara Rose

Draußen im dunklen Wald muss sie aber feststellen, dass sie doch nicht so mutig ist, wie sie es sich vorher ausgemalt hat. Und es dauert auch nicht lange, bis sie sich in eine ziemlich aussichtslose Lage bringt, schließlich gibt es in der Umgebung allerlei gefährliche Geschöpfe. Zum Glück ist Rosalie nicht allein aus dem Internat geflohen …

Die Moral von der Geschicht

Eine wunderbare Geschichte mit einer Moral, die ich sehr verbreitenswert finde: Anstatt sich von Optik und Vorurteilen blenden zu lassen, sollte man auch mal über den Tellerrand schauen, wenn man auf der Suche nach neuen Freunden ist. Denn vielleicht ist gerade derjenige, den man überhaupt nicht richtig wahrnimmt, der Freund fürs Leben.

Ein Bonus für Sprachfreunde

Was ich übrigens sehr mag: Die Spielchen mit Worten. So heißt der böse Troll Warzenknarz, der Fluglehrer Herr Flirr, geweckt werden die Mädchen jeden Morgen von Rosalies Glockenblume, die Zahnfee heißt Dentine – und die Schulleiterin, die selbst die zartesten Flügelschläge ihrer Schülerinnen wahrnimmt, das kann niemand anders sein als Frau Windhauch. Selbstverständlich darf auch das eine oder andere Feenwort nicht fehlen: Rosalies neue Flügel passen feenhaargenau, Nebelkraut müffelt koboldgarstig – und wer sich danebenbenimmt, der hat Koboldmist gebaut.

Ein feentastisches Abenteuer für Mädchen zwischen 6 und 8 Jahren.

Danke, liebe Barbara, dass ich mit dir in deine magische Welt reisen durfte.

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