Suche
  • info(at)sandra-schindler-schreibt(dot)de
Suche Menü

Wie geht das mit den Babyzeichen?

Schon mal was von Babyzeichensprache gehört? „Ach ja, dieser Blödsinn aus Amerika. Wieder mal eine Möglichkeit für ehrgeizige Eltern, ihren Frühförderwahn auszuleben!“, sagen die einen. Unsinn, sage ich, denn Babyzeichen sind einfach unglaublich sinnvoll. Babyzeichensprache ist im Prinzip eine Variante des Gebärdensprachendolmetschens (ein Großteil der Zeichen ist sogar der Gebärdensprache entlehnt), die speziell auf Kleinkinder abgestimmt ist. Ein Gegenstand oder Sachverhalt wird von den Eltern nicht nur durch ein Wort benannt, sondern zusätzlich zum Wort auch mit einer entsprechenden Geste untermalt. Von den Kindern kommen dann früher oder später die entsprechenden Gesten zurück, die sie verinnerlicht haben. So können die Kleinen fleißig kommunizieren, schon bevor sie überhaupt das erste Wort sprechen. Gesten zu benutzen, liegt ohnehin in der Natur des Menschen. Welche Eltern sind nicht begeistert, wenn der Nachwuchs endlich winken oder Kusshände werfen kann? Aber die Babyzeichensprache geht darüber hinaus. Selbst abstrakte Sachverhalte wie Angst oder Schmerzen können ausgedrückt werden.

Meine Erfahrung mit Babyzeichen

Ich habe relativ spät mit den Babyzeichen begonnen, daher hat unsere Kleine erst mit 9 Monaten ihr erstes Zeichen eingesetzt. Aber ab da war alles „Blume“. Wer hingegen ab Geburt Zeichen einsetzt, bekommt oft schon viel früher eine Antwort. Schon mit 3 oder 4 Monaten kann so manches Baby dann eines seiner Grundbedürfnisse ausdrücken – z. B. „Milch“. Stellt euch vor, was man sich dadurch bei so einem kleinen Zwerg an Rätselraten ersparen kann. Babyzeichenlosen Eltern bleibt da nur die Option, alle möglichen Probleme (Windel voll? Bauchschmerzen? Müde? Langweilig? Hunger?) auszuprobieren, bis man einen Treffer landet. Mit Babyzeichen kommt man viel schneller zum Ziel – und das gilt auch für das Sprechenlernen.

Noch ein paar Vorteile von Babyzeichen

Babyzeichen dienen der Förderung des Sprechenlernens. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Babyzeichenkinder leichter Fremdsprachen erlernen können, ein größeres Selbstvertrauen entwickeln (weil sie einfach von Anfang an verstanden werden und dadurch auch weniger oft frustriert sein müssen) und eine bessere Gehirnentwicklung haben, denn sie lernen mit allen Sinnen, wodurch mehr Synapsen zwischen rechter Gehirnhälfte (zuständig für die visuellen Reize der Gebärden) und linker Gehirnhälfte (verarbeitet die akustischen Reize der Sprache) entstehen. Außerdem lernen die Kinder oft schon wesentlich früher sprechen als ihre Altersgenossen. Auch das kann ich bestätigen. Unsere Tochter hat mit ihren 15 Monaten einen ganz ordentlichen Wortschatz, der sich sowohl aus Babyzeichen als auch aus Wörtern zusammensetzt.

Babyzeichen sind zudem hervorragend geeignet, um größere Geschwisterkinder einzubinden, denn so können schon die ganz Kleinen prima untereinander kommunizieren und voneinander lernen.

Das große Buch der Babyzeichen aus dem Kestner Verlag

Babyzeichen sind einfach erlernbar mit dem tollen Buch von Karin Kestner

Fazit: Ich kann den Einsatz von Babyzeichen voll und ganz empfehlen, denn sie erleichtern den Alltag mit den Zwergen ungemein. Wer mehr erfahren möchte, dem sei „Das große Buch der Babyzeichen“ von Vivian König ans Herz gelegt. Das gibt es inzwischen in einer von mir überarbeiteten Neuauflage. Wenn ihr auf diese Seite des Verlags geht,  könnt ihr euch übrigens auch ein englisches Video ansehen, in dem ein Baby über 30 Zeichen benutzt. Alternativ kann ich euch die Website der Gründerin der Zwergensprache-Kurse empfehlen. Auch da gibt es einen Link zu Videos, sogar mit deutschen Kindern.

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo,

    es ist immer wieder schön zu lesen, wenn Mamas begeistert von Babyzeichen sind, denn ich habe meinem Sohn auch lange Zeit Gebärden gezeigt.
    Ich habe in diesem Jahr wieder einen Adventskalender online. Wir singen weihanchtiche Lieder und begleiten diese mit Gebärden.
    Schau doch mal rein bei http://www.kindergebaerden.de

    Liebe Grüße
    Birgit

    Antworten

  2. Pingback: Von Rochertorten – und: „Born to be wild: Wie die Evolution unsere Kinder prägt“ | textmission

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: